Wochenbettbetreuung durch die Hebamme 

 

Hebamme die ein Baby anschaut und kommuniziert

Eine freipraktizierende Hebamme betreut, begleitet und berät Mutter, Kind und Familie ab dem Spital- oder Geburtshausaustritt in der Regel bis zum 10.Tag nach der Geburt  zu Hause. Die Betreuung ist sehr individuell und Väter und Geschwister werden miteinbezogen.

Die Kosten für die Besuche der Hebamme sind von der Grundversicherung der Krankenkasse gedeckt. Dies ohne Selbstbehalt und unabhängig davon, ob die Mutter mit dem Baby einige Tage im Spital geblieben ist.

In den 56 Tagen nach der Geburt kann die Hebamme die Betreuung im Wochenbett im Rahmen von Hausbesuchen zur Pflege und zur Überwachung des Gesundheitszustandes von Mutter und Kind wahrnehmen. Sie kann auch die Mutter in der Pflege und Ernährung des Kindes unterstützen und beraten. 
Nach einer Frühgeburt, einer Mehrlingsgeburt, bei Erstgebärenden und nach einem Kaiserschnitt kann die Hebamme höchstens 16 Hausbesuche durchführen, in allen anderen Situationen höchstens 10 Hausbesuche. In den ersten 10 Tagen nach der Geburt kann die Hebamme zusätzlich (höchstens) an 5 Tagen einen zweiten Besuch machen. Für weitere Hausbesuche ist wie bis anhin eine ärztliche Verordnung notwendig. Ihre Hebamme wird Sie darauf hinweisen.

Weitere Infos finden Sie über den Link zum BAG.

In einigen Kantonen gibt es die Bereitschaftsdienst-Entschädigung.

 

 

Falls es medizinisch notwendig ist, kann auf (ärztliche) Verordnung ein Rezept für "Verlängerte Wochenbettbetreuung" ausgestellt werden. Diese verordneten Besuche der Hebamme sind seit 1. März 2014 von der Franchise befreit. Zusätzlich verordnete Hebammenbesuche finden längstens bis 8 Wochen nach der Geburt statt, in der Regel 1-2x pro Woche. Weitere Infos dazu sind unter folgendem Link zu finden.

 

Was wird bei der Mutter gemacht? 

  • Die Hebamme bietet Beratung, Unterstützung und Anleitung beim Stillen
  • Hilft bei Stillschwierigkeiten, wunden Brustwarzen, Milchstau
  • Kontrolliert die Rückbildung der Gebärmutter, macht ev. eine Rückbildungsbauchmassage
  • Kontrolliert die Wundheilung (Dammschnitt, Dammriss oder Kaiserschnittnarbe)
  • zeigt leichte Übungen fürs Frühwochenbett, Beckenbodenwahrnehmungsübungen
  • gibt Tipps für beckenbodenschonendes Verhalten im Alltag
  • Beurteilt das Allgemeinbefinden
  • Gibt Begleitung und Beratung bei Unsicherheit und Stimmungsschwankungen (Babyblues)
  • Beratung bei Fragen zu: Impfungen, Empfängnisverhütung, Eltern-Kind-Bindung, Ernährung usw.
  • Beratung und Tipps bei Fragen zum Milchfluss fördern, bei zu viel oder zu wenig Milch, beim Abstillen
  • Unterstützung und Anregungen im Umgang mit der neuen Familiensituation, Rituale
  • Je nach Angebot Einsatz von Homöopathie, Massagen, Instruktion Tragetuch usw.

Hebammentasche mit Holzhörrohr und Massband

 

Was wird beim Baby gemacht?

  • Beobachtung des Allgemeinzustandes des Neugeborenen (Hautfarbe, Temperatur, Schlaf-Wach-Rhythmus, Saugverhalten, Ausscheidungen)
  • Anleitung, Unterstützung und Hilfe bei der Pflege des Babys
  • Nabelkontrolle, Pflege, Instruktionen und Behandlung
  • Gewichtskontrolle, Tipps zu Trinkmenge usw.
  • Blutentnahmen Guthrietest, falls nötig ev. Bilirubinkontrolle (bei Neugeborenengelbsucht)
  • Hilfe, Informationen, Unterstützung und Tipps, wenn das Baby viel weint
  • Tipps rund um Babypflege, Rituale, und vieles mehr.

Besuchen Sie auch unsere Rubrik "Tipps & Tricks" mit wertvollen Informationen.

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